9. Kasseler Jugendsymposion »Leben«

Aus Jugendsymposion

(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 132: Zeile 132:
<br>'''Seminar-Trainings-Kombination:'''
<br>'''Seminar-Trainings-Kombination:'''
-
'''[[9-ST01 Das Leben – mein Leben – sich lebendig fühlen]]''' <br>[Gabriele Hiller]
+
'''[[9-ST01 Das Leben – mein Leben – sich lebendig fühlen]]'''  
 +
 
 +
[Gabriele Hiller]
<br>'''Trainings:'''
<br>'''Trainings:'''

Version vom 11:21, 20. Nov. 2013

Leben

Foto: © fox 17 – Fotolia.com




Leben

Die Körperlichkeit lebendiger Organismen steht anders im Dasein als ein lebloser Körper. Ihre Stofflichkeit ist von einem Organisationsprinzip durchzogen, dem die Keimbildung, das Wachstum und – bei höheren Lebewesen – die sexuelle Fortpflanzung eingeschrieben sind. Neben der Masse und dem Rauminhalt des leblosen Körpers tritt hier eine spezifische Zeitgestalt auf, in der sich Leben prozessual ereignet. Beim Menschen zeigen die Lebensvollzüge, wie sich Personen ins Dasein stellen. Sie werden, um mit Robert Spaemann zu sprechen, das Leben von »jemand«. – Im Rahmen des 9. Kasseler Jugendsymposions wird dieser Gedanke aufgegriffen: Wie können wir Leben konkret als ein die Stofflichkeit ergreifendes Organisationsprinzip denken? Was kommt hinzu, wenn es sich um das Leben von Personen handelt? Welche spezifischen Situationen liegen an den Toren des Lebens bei Geburt und Tod vor?

Eine andere Frage ist die Signatur des modernen Lebens selbst. Was heißt es, wenn das Leben als ein Spiel modelliert wird, dessen Akteure zuallererst egoistisch vorgehen, um ihren Profit zu maximieren? Glauben wir vielleicht nach einiger Zeit an unser modelliertes Spiel, wenn dem Spiel entsprechende Computerprogramme in kürzester Zeit quantitativ richtige Ergebnisse liefern? Halten so unsere spielerischen Modellgedanken von heute Einzug in die soziale Wirklichkeit von morgen? Frank Schirrmachers Buchtitel »Ego – Das Spiel des Lebens« ist hier sehr treffend gewählt.

Das Verhältnis von Mensch und Welt kann nicht nur als ein abgegrenztes Gegenüber, sondern auch als ein lebendiges Miteinander gedacht werden. In künstlerischen Prozessen ist es möglich, dass die Subjekt-Objekt-Grenze durchbrochen und lebendige Gemeinsamkeit in hoher Intensität erfahren wird. Es sind ästhetische Ereignisse, die das Leben bereichern und beschenken. Wie kann die Einheit von Mensch und Welt philosophisch gefasst werden? Welche Bedeutung hat dann das menschliche Denken für die Welt? Hier sollen Gedanken von Wolfgang Welsch aufgegriffen und vertieft werden, der davon ausgeht, dass sich in unserem Erkennen die Welt erfasst.


Inhaltsverzeichnis

Ort · Zeit

Das 9. Kasseler Jugendsymposion beginnt am Donnerstag, den 12. Dezember, um 17.15 Uhr, und endet am Sonntag, den 15. Dezember 2013, mit dem Abschlussplenum um 16.15 Uhr. Veranstaltungsorte sind das Haus der Kirche in der Wilhelmshöher Allee in Kassel, die Räume des Lehrerseminars für Waldorfpädagogik Kassel und der Freien Waldorfschule Kassel. Die verschiedenen Veranstaltungsorte sind bequem zu Fuß oder mit der Straßenbahn zu erreichen.

Plenarvorträge

Fotos von links nach rechts: Prof. Dr. Peter Heusser | Frank Schirrmacher | Prof. em. Dr. Wolfgang Welsch|
Pr. Dr. Thomas Jenuwein | Jens Loewe | Jan Deschepper


Prof. Dr. Peter Heusser

(Inhaber des Gerhard Kienle Lehrstuhls für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin an der privaten Universität Witten/Herdecke)
Vortrag: Leben an der Grenze von Geburt und Tod


Frank Schirrmacher

(Journalist, Essayist, Buchautor und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung; 2013 erschien sein Buch »ego«)
Vortrag: Ego – Spiel des Lebens


Prof. em. Dr. Wolfgang Welsch

(Philosoph, seit 2012 emeritiert, als Künstler und Wissenschaftler tätig)
Vortrag: Der Mensch im Licht der Evolution


Prof. Dr. Thomas Jenuwein

(Direktor des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik, Freiburg)
Vortrag: Epigenetik


Jens Loewe

(Künstler, Designer, Mitgründer mehrerer Initiativen zur ökologischen und ökonomischer Erneuerung, u.a. des Stuttgarter Wasserforums)
Vortrag: Wasser als umkämpfte Ressource


Jan Deschepper

(Biologe)
Vortrag: Metamorphose – Leben im Wandel


Seminare und Trainings


Hinweis zur Auswahl der Seminare und Trainingskurse: Es kann jeweils ein Seminar und ein Trainingskurs gewählt werden. Die Seminar-/Trainingskurskombinationen (ST01, ST02) finden vormittags und nachmittags statt. Wer sich in eine Seminar-/Trainingskurskombination einschreibt, kann an keinem zusätzlichen Seminar oder Trainingskurs teilnehmen.


Seminare:
9-S01 Zu den Erkenntnismöglichkeiten für das Lebendige

[Constanza Kaliks]


9-S02 Urschlamm und Mensch Was haben sie mit einander zu tun?

[Jan Deschepper]


9-S03 Tod und Leid in der Bildenden Kunst der Gegenwart

[Florian Martens]


9-S04 Das Leben stärken

[Beate Spehr-Bechinger]


9-S05 Bild und Mensch

[Rita Schumacher, Florian Stille]


9-S06 Nachbesprechung der Vorträge

[M. Michael Zech, Till Ungefug]


9-S07 Lebensbegleitung bis zum Tod

[Dorothea von Heynitz]


9-S08 »Handle so – und Du wirst leben«

[Johannes Roth]


9-S09 Die Wahrnehmung des Gernot Böhme

[Peter Guttenhöfer]


9-S10 Betrachtungen des Lebens im Lichte des Todes

[Peter Lutzker]


9-S11 Kunst im Spannungsfeld zwischen Leben und Tod

[Johannes Renzenbrink]


9-S12 Ist das Leben berechenbar

[Thomas Neukirchner]


9-S13 Chinesische Philosophie und Tuschemalerei – das Geheimnis von Qi und Tao

[Astrid Lütje]


9-S14 »Mensch und Welt« – Seminar für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die die Schule bereits abgeschlossen haben

[Wolfgang Welsch]


Seminar-Trainings-Kombination:

9-ST01 Das Leben – mein Leben – sich lebendig fühlen

[Gabriele Hiller]


Trainings:

9-T01 Einführung in die Arabische Sprache

[Heidi Chalaby]


9-T02 Lebensformen – Lyrik, Prosa und Schriftzeichnung

Florian Martens]


9-T03 Das Leben stärken/prakt. Schwerpunkt

[Beate Spehr-Bechinger]


9-T04 Im Jetzt sein – die Unmittelbarkeit des Spiels Schauspielübungen und szenische Arbeit

[Beatrice Lauffer]


9-T05 Tuschezeichnungen nach Modell und Vorlage

[Gudrun Hofrichter]


9-T06 Leben und Tod in der modernen Dichtung

[Peter Lutzker]


9-T07 Einführung in die chinesische Bewegungskunst Qi Gong

[Sylke Ober-Brödlin]


9-T08 Fragen zur Jugendsektion

[Constanza Kaliks]


9-T09 Leben als kulturelle Diversität: Vielstimmiges Singen in vielerlei Sprachen

[Till Ungefug]


9-T10 Von der lebendigen Form in der Plastik

[Thomas Hofer]


9-T11 Malerei: Lebensfelder – Orte des Lebens

[Johannes Renzenbrink]


9-T12 Schnupperkurs chinesische Sprache und Kultur

[Han Jie]


9-T13 Spannung erzeugen – Gefühle bewegen: Darstellen in freier Rede

[Rasha El-Sheikh]


Nachtcafé

Am Freitag- und Samstagabend wird es im bewährten Nachtcafé die Möglichkeit geben, mit Rednern, Dozenten, Veranstaltern und Teilnehmern in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch zu kommen und in der persönlichen Begegnung inhaltliche Aspekte weiter zu vertiefen.


Veranstaltungsüberblick


Planungsstand: September 2013


Bewerbung · Essays

Einzelheiten zur Bewerbung entnehmen Sie bitte den Handreichungen für Neubewerber bzw. für Wiederbewerber, die Sie in einigen Tagen herunterladen können. Für die Bewerbung muss ein Essay eingereicht werden.

Die Essay-Themen sind:

  • Wir erfahren Leben bzw. Lebendigkeit unmittelbar – aber wie und wodurch?
  • Das Zusammenspiel von Biologie, Technik und Informationstechnologie steht heute im Fokus forschenden und kommerziellen Interesses. Wo liegen die Quellen für einen ethisch begründeten Umgang mit den sich eröffnenden Möglichkeiten?
  • Das Leben als Zeitgestalt.

Bitte beziehen Sie Ihre Gedanken beim Verfassen Ihres Essays immer auf konkrete Beobachtungen!

Die Bewerbungsfrist zur Teilnahme am 9. Jugendsymposion endet am 11. November 2013

Informationen zum Schreiben eines Essays


Bewerbung

Achtung: Zum 9. Jugendsymposion wird das Bewerbungsverfahren geändert.
Informationen zum neuen Bewerbungsverfahren:

Gehen Sie bei der Anmeldung bitte folgendermaßen vor:

1. Versichern Sie sich, dass Sie über einen Adobe Reader XI (neuste Version) verfügen. Ansonsten laden Sie diesen bitte hier herunter.

2. Klicken Sie bitte mit der rechten Maustaste auf den Link des Online-Anmeldeformular, dann auf »Ziel speichern unter …« und wählen Sie anschließend den Ort, wo das Anmeldeformular auf Ihrem Rechner gespeichert werden soll.

3. Öffnen Sie das Formular auf Ihrem Rechner mit dem Adobe Reader XI.

4. Füllen Sie das Formular aus und drücken Sie unten auf »Senden«.

5. Bei erfolgreicher Übertragung erscheint auf Ihrem Bildschirm die Bestätigung, dass Sie sich angemeldet haben.

Öffnen Sie das Online-Formular nicht direkt im Browser, vor allem nicht mit Google Chrome. Dort gibt es zu viele Spielarten, wie mit pdf-Dateien umgegangen wird.

Leider werden einige Funktionen nicht durch die Adobe-Apps für Smartphones und Tablets unterstützt, sodass eine Anmeldung über diese Geräte nicht realisiert werden kann.

Zum Essay:

1. Drucken Sie das Deckblatt zum Essay aus und füllen Sie es mit Ihren Daten aus!

2. Die Daten der Lehrerin/des Lehrers, die/der für das Jugendsymposion Ansprechpartner/in ist und Sie für die Teilnahme empfiehlt, sowie dem Schulstempel auf dem Deckblatt einholen! Berücksichtigen Sie, dass in den Herbstferien die Schule geschlossen ist!

3. Wenn Sie nicht mehr in der Schule sind, entfällt 2. natürlich für Sie!

4. Schreiben Sie einen mehrseitigen Essay zu einem der folgenden Themen:

  • Wir erfahren Leben bzw. Lebendigkeit unmittelbar - aber wie und wodurch?
  • Das Zusammenspiel von Biologie, Technik und Informationstechnologie steht heute im Fokus forschenden und kommerziellen Interesses. Wo liegen die Quellen für einen ethisch begründeten Umgang mit den sich eröffnenden Möglichkeiten?
  • Das Leben als Zeitgestalt.

5. Das ausgefüllte Deckblatt zum Essay und Ihren Essay senden Sie bitte alles gemeinsam bis spätestens zum 11. November 2013 PER POST an folgende Adresse:

Kasseler Jugendsymposion
Brabanter Straße 30
34131 Kassel


Informationen zum Herunterladen

Flyer zum 9. Jugendsymposion

Handreichungen für Neubewerber

Handreichungen für Wiederbewerber