3. Kasseler Oberstufenakademie: Unterschied zwischen den Versionen

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In personaler Selbstauffassung und gegenständlicher Weltauffassung denken wir über Mensch und Welt weiter nach. Welche Fragen können wir dabei abständig lösen? In welchen Fragen stehen wir unmittelbar und unhintergehbar darinnen? Welche Folgen hat das für die Erkenntnisgrenzen und -möglichkeiten? Wie wird das Verhältnis von Leib und Selbst im Spiegel unterschiedlicher Disziplinen erschlossen?
 
In personaler Selbstauffassung und gegenständlicher Weltauffassung denken wir über Mensch und Welt weiter nach. Welche Fragen können wir dabei abständig lösen? In welchen Fragen stehen wir unmittelbar und unhintergehbar darinnen? Welche Folgen hat das für die Erkenntnisgrenzen und -möglichkeiten? Wie wird das Verhältnis von Leib und Selbst im Spiegel unterschiedlicher Disziplinen erschlossen?
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Zum Bewerbungsverfahren: [[KASSELER OBERSTUFENAKADEMIE]]
 
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Aktuelle Version vom 14. Mai 2019, 08:41 Uhr

Die Veranstaltung findet vom 21. bis 25. Februar 2020 statt und steht unter dem Thema:

Leib und Selbst

Als Menschen sind wir leiblich verfasst. Wir wohnen in unserem Leib unmittelbar, wir sind leiblich schlichtweg da – das ist unhintergehbar. Es durchzieht unser leibliches Sosein unsere Begegnungen. Philosophisch formuliert ist unsere leibliche Verfasstheit unserer Weltauffassung vorgängig.

Für das kleine Kind bildet seine leibliche Verfasstheit zunächst den elementaren Rahmen all seiner Lebensvollzüge. Schritt für Schritt ergreift es über sein leibliches Sosein eine Welt, die in gleicher Weise körperlich ist wie sein Leib (das Bein, dessen Bewegungen durch den Wiegenrand begrenzt werden, ist in gleicher Weise wie der Wiegenrand gegenständlich, sonst könnte der Rand als Gegenstand gar nicht erfahren werden). In der geteilten Aufmerksamkeit mit anderen erlebt es, dass diese Welt nicht nur für es selbst, sondern für alle eine körperlich-gegenständliche Welt darstellt. Aus der Unmittelbarkeit seiner Leiblichkeit bzw. seiner leiblichen Erfahrungen baut es eine Beziehung zu einer körperlichen Welt auf, zu der es abständig steht.

Die Doppelfigur von leiblicher Unmittelbarkeit und körperlicher Abständigkeit finden wir in der Art wieder, wie wir uns selbst auffassen: Einerseits sind wir unmittelbar wir selbst, andererseits können wir an uns einen personalen Habitus bemerken, den wir einfach haben. Andere Personen haben ihren besonderen Habitus, wir sind in gleicher Weise spezifisch jemand, wie jeder Andere auch ein Jemand ist. Wir werden uns selbst als Person bewusst.

In personaler Selbstauffassung und gegenständlicher Weltauffassung denken wir über Mensch und Welt weiter nach. Welche Fragen können wir dabei abständig lösen? In welchen Fragen stehen wir unmittelbar und unhintergehbar darinnen? Welche Folgen hat das für die Erkenntnisgrenzen und -möglichkeiten? Wie wird das Verhältnis von Leib und Selbst im Spiegel unterschiedlicher Disziplinen erschlossen?




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