8-ST02 Freiheit und Hirnforschung

Aus Jugendsymposion

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Dr. Axel Ziemke

Kurzbiografie: geboren 1960 in »Karl-Marx-Stadt«, Promotion in Philosophie, Oberstufenlehrer für Biologie, Chemie, Philosophie und Schauspiel an der Rudolf-Steiner-Schule Remscheid, freiberufliche Tätigkeit als Autor; Interessenschwerpunkte: Hirnforschung, Evolutionsbiologie, Molekulargenetik, Philosophie des Geistes, Religionsphilosophie, Politische Philosophie, Meditation




Kursbeschreibung

»Freiheit« gilt vielen Denkern als grundlegende Bestimmung der Menschheit. »Freiheit« ist ein, vielleicht sogar der bedeutsamste Wert unserer modernen Zivilisation. »Freiheit« ist als Zuschreibung von Verantwortlichkeit Grundlage unseres Rechtssystems und unserer Moral. Nicht zuletzt soll auch Waldorfpädagogik »Erziehung zur Freiheit« sein. Doch wurde schon von nicht wenigen Denkern der Vergangenheit in Frage gestellt, ob der Mensch überhaupt frei sein kann. Ist er nicht Produkt seiner Umstände, seiner Erziehung, seiner Triebe und seiner biologischen Veranlagung oder auch seines »Schicksals«? Die moderne Hirnforschung scheint viele dieser Zweifel in vollem Umfang zu bestätigen. Nicht wenige ihrer bedeutendsten Vertreter fordern uns auf, den Begriff der Freiheit zu überdenken oder sogar als Grundlage unseres Rechtssystems aufzugeben. Sind diese Einwände berechtigt?

Wir wollen in diesem Kurs unsere eigenen Intuitionen zum Begriff »Freiheit« entwickeln, diskutieren und mit Freiheitsbegriffen der Philosophiegeschichte vergleichen. Auf der anderen Seite wollen wir Experimente und theoretische Ansätze der Hirnforschung kennen lernen, die zu verstehen suchen, wie Handlungen des Menschen gesteuert und wie Entscheidungen getroffen werden. Auf dieser Grundlage werden wir weiter diskutieren, inwieweit diese Ergebnisse den Begriff der »Freiheit« tatsächlich in Frage stellen.




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