8-S02 Genie

Aus Jugendsymposion

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Rita Schumacher · Florian Stille

Kurzbiografie: Rita Schumacher ist Mitarbeiterin des Lehrerseminars für Waldorfpädagogik, Lehrerin an der Freien Waldorfschule Kassel und Mitglied des Organisationsteams der Kasseler Jugendsymposien. Florian Stille ist Oberstufenlehrer für Deutsch und Geschichte an der Freien Waldorfschule Kassel und Gastdozent am Lehrerseminar für Waldorfpädagogik Kassel.




Kursbeschreibung

»Man liest jetzt so viele Abhandlungen über das Genie, dass jeder glaubt, er sei eines. Der Mensch ist verloren, der sich früh für ein Genie hält.« (Georg Christoph Lichtenberg)

»Jeder Mensch hätte genialischen Keim – nur in verschiednen Graden der Ausbildung und Energie.« (Novalis)

Der Genie-Begriff schillert und irrlichtert seit über 200 Jahren durch die Geistesgeschichte. Er ist immer mit dem Selbstverständnis und Menschenbild des Philosophierenden verbunden und wird entsprechend ambivalent verwendet: mal als Bekenntnis zur geistigen Autonomie und Schöpferkraft des Menschen, dann wieder im Dienste menschlicher Hybris – nicht selten mit dem Ziel der Machtausübung. Die Auseinandersetzung mit dem Geniebegriff spiegelt das Drama der Individualisierung. In einer Zeit, in der einerseits im wissenschaftlichen Diskurs der »genialische Keim« des Menschen zur Disposition steht und andererseits die Alltags- und Medienkultur Menschen dazu treibt, sich »früh für ein Genie« zu halten, lohnt sich eine Neubefragung des Geniebegriffs.

Was wir vorhaben:

- Lektüre und Diskussion von Textauszügen zum Geniebegriff und Menschenbild

- Exemplarische Kulturbetrachtungen der Gegenwart unter dem Gesichtspunkt des Genies und des Schöpferischen

- Aufsuchen der eigenen schöpferischen Quellen




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