3-ST04 Die soziale Frage als Bewusstseinsfrage

Aus Jugendsymposion

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Inhaltsverzeichnis

Kursleiter

Stephan Eisenhut

Kurzbiografie: geb. 1964, Waldorfschüler (1979-1984; Herne), Diplom-Volkswirt, Forschungsarbeit zu den geisteswissenschaftlichen Grundlagen der Sozialwissenschaft bei Rudolf Steiner, Ausbildung zum Waldorflehrer, Geschäftsführer der mercurial-Publikationsgesellschaft mbH, publiziert regelmäßig zu sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Themen.

Kursbeschreibung

Das moderne Bewusstsein wird dominiert von den Möglichkeiten der technischen Beherrschung der Welt. Entsprechend wirkt sich dieses in der Dominanz des Wirtschaftslebens aus. Dem blinden und egoistischen Agieren des einzelnen Wirtschaftssubjekts wird im modernen Bewusstsein der Staat als Organ der Gemeinschaft entgegengestellt. Aber auch hier wird im Wesentlichen versucht, die Probleme durch technische Lösungen zu beheben. Die Folge ist eine überbordende Bürokratie und eine merkwürdige Symbiose zwischen staatlichen Interessen und privaten Akteuren aus Banken und Großindustrie. In dem Seminar soll gezeigt werden, dass die duale Gliederung des sozialen Organismus die Folge eines Bewusstseinsproblems ist. Der einseitig in technischen Lösungsstrategien verhaftete Mensch ist nicht in der Lage, sein Bewusstsein auf die Belange des individuellen Menschen zu erweitern. Gelänge dieses, so würde sich neben Staat und Wirtschaft ein drittes, eigenständiges Glied herausbilden, welches die anderen beiden Glieder befruchten könnte. Die gegenwärtigen Begriffe von Wirtschaft und Staat würden dadurch allerdings eine Umwandlung erfahren.

Im Training soll anhand tagesaktueller Debatten herausgearbeitet werden, wie der fehlende Blick auf und das Vertrauen in den individuellen Menschen die Möglichgkeiten schöpferischer Lösungsansätze verbaut. Thematisch vorgesehen sind bisher: Der Fall Sarrazin – Integration als Aufgabe des Kulturlebens / Stuttgart 21 - Demokratie auf dem Abstellgleis / Internationaler Währungskrieg - Geldverwaltung als Aufgabe des Wirtschaftslebens.

Teilnehmerbericht

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