3-S09 »Welche Interpretation ist denn nun die Richtige?«

Aus Jugendsymposion

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Bedeutungskonstruktionen am Beispiel Grimmscher Märchen

Inhaltsverzeichnis

Kursleiterin

Judith Adomeit

Kurzbiografie: Deutsch- und Musiklehrerin, Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin i.A., freiberuflich tätig als Deutschlehrerin, Nachhilfelehrerin, Stimmbildnerin, Chorleiterin, Universitätsdozentin

Kursbeschreibung

Viele Leser literarischer Texte gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass ein Text von sich aus eine Bedeutung enthält, die man während des Lesens bzw. des Interpretierens freilegen muss. Treffen verschiedene Leser eines Textes, die den Text unterschiedlich interpretieren, aufeinander – wie es z. B. im Deutschunterricht der Fall ist –, kommt es oftmals zur Diskussion darüber, welche Interpretation denn nun die richtige ist. Das legt den Schluss nahe, dass Texte mehrere Interpretationen bzw. Bedeutungskonstruktionen zulassen, also möglicherweise von sich aus gar keine feststehende Bedeutung enthalten, die man als Leser freilegen könnte. In diesem Seminar soll nicht die Frage im Vordergrund stehen, WAS ein Text bedeutet, sondern die Frage, WIE es bei der Lektüre literarischer Texte überhaupt zur Konstruktion von (verschiedenen) Bedeutungen kommt. Dabei geht es zum einen darum, sich bewusst zu machen, wie man selbst Bedeutungen konstruiert, und zum anderen darum, bereits bestehende Bedeutungskonstruktionen näher zu beleuchten und ggf. zu dekonstruieren. Das soll zunächst exemplarisch anhand der Märchen der Gebrüder Grimm geschehen, denn diesen wird im Allgemeinen eine bestimmte Bedeutung zugeschrieben, die nur selten hinterfragt wird. Sofern es die Zeit zulässt, können wir anschließend das, was wir dort hinsichtlich der Konstruktion von Bedeutungen entdecken, gerne noch auf andere literarische Texte übertragen.

Teilnehmerbericht

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